Paul Schäfer

Aktuelle Forschungsergebnisse, Publikationen, Führungs- und Veranstaltungsangebote zu Paul Schäfer

Schwarz-weiß Fotografie eines Soldaten mit Kind und Frau
Foto: Paul Schäfer mit seiner Ehefrau Hulda und dem ersten Sohn Hubert, 1915/16 Foto: © privat

"Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus" – Eine Einleitung

Ausstellungsplakat mit einem gezeichneten Portrait eines Mannes
Foto: Plakat der Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer" Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Mit der Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer. Legende und Lebensgeschichte eines Erfurter Kommunisten" und der darauf aufbauenden wissenschaftlichen Publikation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen werfen wir einen neuen Blick auf eine Persönlichkeit der Erfurter und Thüringer Arbeiterbewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir zeigen, dass sich hinter alltäglichen Erinnerungsspuren wie dem Namen einer Straße oder eines Betriebes die großen Fragen der Diktatur- und Verbrechensgeschichte des 20. Jahrhunderts verbergen.

In Erfurt ist bis heute der Name Paul Schäfer im Gedächtnis, weil eine große Schuhfabrik ab 1953 zum VEB Paul Schäfer wurde. Für diesen "Ehrennamen" bot er die passende Erzählung: Bei Lingel, dem Vorgängerunternehmen, war er Anfang der 1920er Jahre Schuharbeiter und Betriebsrat gewesen. Auf lokaler Ebene war er in der Weimarer Republik ein führender Kommunist und darüber hinaus linientreu, jede der vielen Taktikänderungen der Parteileitung ohne Widerspruch mittragend. Als Verfolgter des Nationalsozialismus stand er mit seinem Schicksal für den antifaschistischen Gründungsmythos der DDR und schien zudem die enge Beziehung zum "großen Bruder" Sowjetunion zu verkörpern. Schließlich hatte er zu Lebzeiten aus freien Stücken nachweisbar für die Sowjetunion als Vorbild geworben.

Die Geschichte von Paul Schäfer hat viele Dimensionen. Sie handelt von den schwierigen Lebensumständen eines jungen Erfurter Arbeiters zu Beginn des 20. Jahrhunderts, von Krieg, Kampfbereitschaft, Solidarität und Selbstorganisation, aber auch von politischem Dogmatismus und Kritiklosigkeit gegenüber der Sowjetunion. Lebensweltlich greifbar werden die großen historischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts in dieser politischen Biografie. Immer spielen die Fragen der historischen Verhältnisse, die Paul Schäfer aktiv mitgestalten wollte und deren Opfer er wurde, entscheidend in sein Leben hinein. Für ihn schafften die kommunistische Partei und die ihr nahestehenden Organisationen Aufstiegschancen, die Menschen seiner sozialen Herkunft sonst verschlossen blieben. Als Gewerkschafter und KPD-Mitglied wurde er Stadtverordneter in Erfurt und Sekretär der Internationalen Arbeiterhilfe und machte so eine Karriere als kommunistischer Funktionär.

 

 

Ausstellungsraum mit großen schwarzen Ausstellungstafeln
Foto: Die Ausstellung wurde vom Büro Funkelbach aus Leipzig gestaltet. Foto: © Funkelbach. Architektur + Grafikdesign

Seine Biografie gewährt so einen Einblick in die Geschichte Erfurts und die deutsche Arbeiterbewegung. Sie spannt den zeitlichen Bogen vom Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg und die Novemberrevolution hin zur ersten deutschen Demokratie und mündet in den extremen Polen des 20. Jahrhunderts: Der nationalsozialistischen Diktatur und dem stalinistischen Terror in der Sowjetunion. Sie macht die Gefahren einer rechtsextremen, nationalsozialistischen Verfolgungsmaschinerie sichtbar und sie konfrontiert mit der absurden und schon wenig später, nämlich 1940, vom sowjetischen Geheimdienst selbst widerlegten stalinistischen Konstruktion, Paul Schäfer wäre ein faschistischer Spion. Das letzte Foto von Paul Schäfer stammt aus der Moskauer Haft. Ein lapidarer Protokollauszug, in dem auf einem Standard-Formular handschriftlich der Vollzug der Hinrichtung für die Geheimdienstakten vermerkt ist, zeugt von seinem brutalen Lebensende. Seine Hinrichtung in der Sowjetunion markiert die Tragik seines Lebens: Er wurde Opfer in dem Land, das er als seine politische Heimat empfand und in das er vor den Nationalsozialisten geflohen war.

Die Lüge, die ihn 1945 zu einem Kämpfer und Märtyrer der Internationalen Brigaden in Spanien machte, war ein Versuch eines alten Freundes, der in Erfurt zurückgebliebenen Witwe Hulda Schäfer zu helfen. Und auch hier verbirgt sich eine besondere Tragik: Paul Schäfer und seine Lebensgefährtin wollten die Sowjetunion verlassen und sich dem Kampf gegen den Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg anschließen. Nur: Man ließ sie nicht. Stattdessen wurde Paul Schäfer als angeblicher faschistischer Spion durch die Erschießungskommandos des NKWD hingerichtet.

Die Entscheidung, Paul Schäfer zum Namenspatron der volkseigenen Schuhfabrik zu machen, erhöhte den Druck zur Geheimhaltung seines tatsächlichen Lebensendes. Selbst die Flucht vor den Nazis in die Sowjetunion wurde aus dem öffentlichen Gedächtnis getilgt, um nicht unwillentlich Spuren zur historischen Wahrheit zu legen. Erst mit Öffnung der sowjetischen Archive 1989 wurde sein tragischer Tod 20 Kilometer südlich von Moskau, erschossen und namenlos in einem Massengrab verscharrt, bekannt und brachte die nach dem Krieg errichtete, DDR-passförmige Heldenkonstruktion zum Einsturz.

Brisante und zum Weiterdenken anregende Fragen richten sich an die Geschichte nach seinem Tod in Moskau 1938: Wer kannte die Wahrheit über den Tod Paul Schäfers in der DDR? Wer verbreitete die Legende über seinen Tod in Spanien? Wann kam die Wahrheit ans Licht? Für die, die in der DDR vom Tod Paul Schäfers in Moskau wussten, war es eine Lüge mehr im Stalinismus, eine Lüge, der zu widersprechen sie nicht wagten, die sie selbst mittrugen oder aktiv am Leben hielten. Die Antworten konnten erst nach dem Ende der DDR öffentlich gegeben werden.

Eine Frau füllt einen Fragebogen aus.
Foto: Am Ende des Ausstellungsrundgangs konnten sich die Besucher zur erzählten Geschichte, zur Ausstellung und zum zukünftigen Gedenken an Paul Schäfer äußern. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Ausstellung, die von August 2018 bis April 2019 im Erinnerungsort zu sehen war, war eine partizipative Ausstellung, weil sie gemeinsam mit Paul Schäfers Urenkel Thomas Schäfer und seiner Familie entstand. Es ist sehr erfreulich, dass die Forschung und die Veröffentlichung der Ergebnisse in dem Buch "Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus" von der Familie dankbar und als Bereicherung aufgenommen wurden. Diese Ausstellung war aber auch deshalb partizipativ, weil die weitere Geschichte der Erinnerung an Paul Schäfer von den Ausstellungsbesucherinnen und -besucher mitgestaltet werden konnte.

Über die Erinnerung an seinen Urgroßvater und die Auseinandersetzung mit seiner Geschichte sagte Thomas Schäfer bei der Ausstellungseröffnung am 25. August 2018:

"Paul Schäfer – für viele Erfurter ein Name, mit dem sie im Laufe ihres Lebens in Berührung gekommen sind. Nach ihm waren das Schuhwerk, ein Kindergarten und eine Straße benannt. Für mich hat dieser Name eine andere Bedeutung: Paul Schäfer war mein Uropa. Daher ist es für mich auch etwas Besonderes, dieses Buch mitzugestalten. Als ich klein war, hat die Geschichte um meinen Uropa für mich keine große Rolle gespielt. Als ich größer wurde, bin ich mit den zwei Versionen seines Todes in Berührung gekommen: Einerseits die Legende seines Todes in Spanien, andererseits sein Tod in Moskau. Da ich Geschichte studiert habe, ergaben sich für mich zwei Motive, mich mit der Thematik zu beschäftigen. Einerseits hatte ich eine wissenschaftliche Perspektive als Historiker, anderseits war die Forschung auch für meine Familie wichtig. Schließlich war uns allen bis vor wenigen Monaten noch nicht in Gänze klar, wie sich das Leben von Paul Schäfer wirklich abgespielt hat. Sein Leben erforschte ich in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Erinnerungsort Topf & Söhne. Dabei reiste ich auch mit meiner Mutter nach Russland, genauer gesagt nach Moskau. Dort hatten wir erstmals die Möglichkeit, Strafakten des ehemaligen sowjetischen Geheimdienstes über Paul Schäfer im Staatsarchiv der russischen Föderation einzusehen und die Akten mit nach Deutschland zu bringen.

Außerdem suchten wir in Moskau den Ort auf, an dem er einige Zeit gelebt hatte und später festgenommen wurde, ein ehemaliges Politemigrantenheim. Besonders bewegte mich unser Besuch in Butowo, die ehemalige Hinrichtungsstätte südlich von Moskau. Das war der Ort, an dem mein Uropa tatsächlich starb, an dem er erschossen und in einem Massengrab verscharrt wurde. Damals war die Gedenkanlage erst im Bau, heute wird dort sein Name als einer von Tausenden erinnert.

Die ersten Hinweise, in welchen Archiven wir nach dem Leben von Paul Schäfer forschen könnten, fand ich zu Hause in unserem Keller. Dort lag ein dokumentarischer Bericht über Paul Schäfer als Opfer des stalinistischen Terrors, der auf 1995 datiert ist und irgendwann meiner Familie übergeben wurde. Leider wussten wir bis vor wenigen Tagen nicht, wer der Autor dieses Textes ist. Dieses Geheimnis lüftete kurz vor der Eröffnung der Ausstellung ein anderer Urenkel von Paul Schäfer, der sich im Erinnerungsort Topf & Söhne meldete. Autor des Textes ist Lothar Wenige, dem ich für seine Arbeit danken möchte.

Als angehender Lehrer stelle ich mir besonders die Frage, was man aus dieser Geschichte mitnehmen kann. Paul Schäfer lebte in einer Zeit, in der Andersdenkende verfolgt wurden. Er selbst war während der Nazizeit im deutschen Fahndungsbuch zur Festnahme ausgeschrieben und musste vor der Gestapo flüchten. Nach den Stationen im Saarland und Paris emigrierte er in die Sowjetunion und wurde im Zuge des "Großen Terrors" in der Sowjetunion ermordet.

Gerade in den heutigen Zeiten verstehe ich diese Geschichte als Mahnung gegen Diktatur und für eine Demokratie, in der Meinungsvielfalt und die Freiheit des Menschen ein hohes Gut sind."

Auf dem Buchcover sind Titel und ein gemaltes Portrait von Paul Schäfer zu sehen.
Foto: Die LZT-Publikation "Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus" ist ab jetzt erhältlich. Foto: © Grafik für die Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer", gestaltet vom Büro Funkelbach. Architektur+Grafik unter Verwendung einer Illustration von Marieke Kühner

Die Ausstellung und darauf aufbauend das Buch, veröffentlicht von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, entstanden in einem Team, das gemeinsam die Quellen suchte und erforschte, die Exponate zusammentrug, Stunden über Stunden am Konzept und an den Texten feilte. Autorin und Autoren wurden unterstützt von Juliane Podlaha, Verena Bunkus, Annekathrin Patrizia Kottlick, Lisa Caspari, Leon Oerder, Rebekka Schubert, Bruno Brauer und Julia Koch. Mit fachwissenschaftlicher Expertise half Dr. Wladimir Hedeler, der selbst als Sohn eines deutschen Kommunisten in der Verbannung in Tomsk geboren wurde und uns wertvolle Hinweise zu den Akten in den Moskauer Archiven gab. Zum Themenfeld Internationale Brigaden im spanischen Bürgerkrieg unterstützte uns Dr. Werner Abel, zur Internationalen Arbeiterhilfe Dr. Kasper Braskén. An dieser Stelle gilt unser herzlicher Dank auch dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv für die gute Kooperation. Dessen Direktorin Dr. Antje Bauer machte in dem gemeinsam mit Christoph Wirth veröffentlichen Bericht in "Stadt und Geschichte" 2011 zum ersten Mal die Erfurter Öffentlichkeit auf die Legende um den angeblichen Tod Paul Schäfers im spanischen Bürgerkrieg und seine Hinrichtung in Moskau aufmerksam. Die Familien Schäfer und Bekos, Verwandte von Anna Löchner, unterstützten mit Fotos und Dokumenten. Auch ihnen sei herzlich gedankt.

Die Forschungen zur Ausstellung und zu der daraus entstandenen Broschüre wurden gefördert durch die Stadt Erfurt, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Thüringer Staatskanzlei und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Auch dafür herzlichen Dank.

Wie zukünftig an Paul Schäfer erinnern?

Ein Tortendiagramm zeigt die Aufteilung der abgegebenen Meinungen.
Foto: Die Ergebnisse der Besucherbefragung über den Umgang mit der Tafel aus den 1950er Jahren: 57% waren dafür, die Tafel weiter zu zeigen und zu kommentieren. 17% waren dafür, die Tafel aus den 1950er Jahren durch eine andere Tafel zu ersetzen. 11% waren dafür, die Tafel ohne Veränderung weiter zu zeigen. 9% waren dafür, die Tafel nicht weiter zu zeigen. 6% hatten andere Vorschläge zum Gedenken an Paul Schäfer. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Am 8. April 2019 fand am Erinnerungsort Topf & Söhne eine Diskussionsrunde zur Frage "Wie künftig in Erfurt an Paul Schäfer erinnern?" statt, etwa 20 Gäste diskutierten gemeinsam mit den Kuratoren der Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer. Legende und Lebensgeschichte eines Erfurter Kommunisten". Für diese Präsentation war die Gedenktafel, die in den 1950ern an Paul Schäfers ehemaligem Wohnhaus angebracht worden war, abgenommen und in die Ausstellung integriert worden.

Da die Tafel neben seinen Lebensdaten mit der Inschrift "Im Kampf gegen den Faschismus gab er sein Leben" die offizielle Lügenlegende in DDR tradiert, stellte sich von Beginn der Ausstellungskonzeption an die Frage, wie künftig mit der Tafel umgegangen werden soll. Um die Besucher der Ausstellung an dieser Diskussion zu beteiligen, wurde eine schriftliche Befragung am Ende des Rundgangs durchgeführt.

An einer Hauswand ist eine Steintafel, umrahmt von einer zweiten Metalltafel angebracht.
Foto: Die kommentierte Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Paul Schäfers im Schobersmühlenweg 30 in Erfurt, 11. Oktober 2019 Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die 105 ausgefüllten Fragebögen ergaben ein recht eindeutiges Meinungsbild: 57% der Befragten waren dafür, die Tafel zurückzuhängen und gleichzeitig zu kommentieren. Dies entspricht auch dem Willen der Hauseigentümerin. Das Team des Erinnerungsortes hatte sich in einem Workshop gemeinsam mit ihr auf einen Entwurf verständigt, der nun öffentlich diskutiert wurde. In diesem Workshop waren sowohl erinnerungskulturelle wie ästhetische Fragen besprochen worden. Einerseits wollte man die in der DDR verbreitete Unwahrheit nicht einfach unkommentiert stehen lassen, sondern die neuen Forschungserkenntnisse einbeziehen. Andererseits wollte man die bisherige Gedenktafel nicht entfernen, sondern als Zeugnis der DDR-Geschichtspolitik weiter zeigen. Die Information über Paul Schäfers tatsächlichen Tod in Moskau sollte gleichzeitig in einer anderen, modernen Formensprache mitgeteilt werden. Ein entsprechender Entwurf fand breite Zustimmung, wenngleich der Wunsch geäußert wurde, den Text um einen Link auf eine Webseite zu ergänzen, die wie schon die Ausstellung mehr Informationen zu Paul Schäfer liefert. Denn auf einer Tafel ist das Textvolumen begrenzt: Zum einen darf sie nicht zu groß werden, zum anderen muss der Text vom Bürgersteig über den Vorgarten hinweg lesbar sein. Die Kombination aus alter und neuer Tafel wurde im Herbst 2019 am ehemaligen Wohnhaus von Paul Schäfer am Schobersmühlenweg 30 in Erfurt angebracht.

Stadtteilführung "Der Kommunist Paul Schäfer und das Arbeiterquartier im Erfurter Norden"

Die Führung durch den Stadtteil Ilversgehofen – dem städtischen Arbeiterquartier Erfurts – zeigt Orte von Paul Schäfers Wirken.

Publikation

Das Team der bis April 2019 im Erinnerungsort Topf & Söhne gezeigten Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer. Legende und Lebensgeschichte eines Erfurter Kommunisten" hat nun seine umfangreichen Forschungen in dem von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen herausgegebenen Buch "Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus" publiziert und darin die neuen Erkenntnisse mit vielen Quellen belegt.

Broschüre „Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus“

Broschüre: 01.12.2019 12:00

Die Publikation dekonstruiert mit historischen Beweisen aus Moskauer Archiven die Legende von Paul Schäfers Tod in Spanien. Sie zeigt den Menschen hinter der Legende und bietet anschauliche Einblicke in den Alltag und die soziale und politische Arbeiterkultur in Erfurt in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

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Antisemitismus im deutschen Rap

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Seit dem Skandal um die Echo-Preisverleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang wird über die Frage gestritten, wie antisemitisch der deutsche Rap ist. Marcus Staiger beschäftigt sich mit diesem Thema.

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Die letzte Reise des Kapitäns der "Exodus"

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Dokumentarfilm von Juliane und Eberhard Geick über die dramatische Fahrt der "Exodus" mit anschließendem Gespräch mit den Filmemachern.

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Die Angstmacher. 1968 und die Neue Rechte

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Thomas Wagner stellt sein Buch vor und beleuchtet, wie wichtig das Jahr 1968 als Geburtsstunde für die Neuen Rechten war.

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Thüringer Sozialdemokraten und Kommunisten

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Im Rahmen der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur liest Markus Fennert aus dem epochalen Roman von Imre Kertész.

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Im Rahmen der Gedenktage an die Novemberpogrome 1938 treffen sich Schachspielerinnen und Schachspieler um mit Spielfreude an den großen jüdischen Beitrag zur internationalen Schachkultur zu erinnern.

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Widerstand und Verrat: Gestapospitzel im antifaschistischen Untergrund

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Dr. Hans Schafranek stellt sein Buch über die Unterwanderung von Widerstandsgruppen durch die Geheime Staatspolizei vor. Er wirft dabei einen Blick auf dieses tödliche Netzwerk und zeigt, wie in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand und Verrat unauflöslich miteinander verknüpft waren.

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Rosa Luxemburg. Ein Leben

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Ernst Piper legt eine große Biografie über die Vorkämpferin der europäischen Arbeiterbewegung vor.

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Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus

Veranstaltung: 05.02.2020 19:00 – 21:00

Das Team der im Erinnerungsort gezeigten Ausstellung „Die zwei Tode des Paul Schäfer“ hat nun seine umfangreichen Forschungen in dem von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen herausgegebenen Buch „Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus“ publiziert und darin die neuen Erkenntnisse mit Quellen belegt.

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