Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz

  • Das Neutralitätsgebot als Herausforderung für die Demokratie

    Wir Demokrat/-innen stehen vor einer großen Herausforderung: Wie können wir in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Haltungen und gegenüber rechtsextremen Entscheidungs- und Amtsträgern agieren? Wie können wir dabei eine Haltung, die die Werte des Grundgesetzes und damit die Basis unseres Zusammenlebens im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag verteidigt, weiterhin zum Maßstab unserer Entscheidungen machen? Das ist Thema der Tagung am Erinnerungsort Topf & Söhne.

    Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
  • J. A. Topf & Söhne, ein historischer Ort der Mittäterschaft

    Heute ein Lernort für Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz

    Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt/ Boris Hajdukovic
  • Miriams Tagebuch. Die Geschichte der Erfurter Familie Feiner

    Das Tagebuch der Erfurter Schülerin Marion Feiner steht im Zentrum der berührenden Sonderausstellung über eine Familie, deren Schicksal exemplarisch für die jüdische Bevölkerung Erfurts im Nationalsozialismus ist. Sie erzählt, wie Palästina/Israel als Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden vor Antisemitismus auch zu einer Heimat und Zukunftsperspektive für Marion wurde, die sich nun Miriam nannte.

    Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt
  • Die Große Synagoge Erfurt (1884–1938) in Virtual Reality erleben

    Eine Kooperation der Geschichtsmuseen der Stadt Erfurt mit der Fachhochschule Erfurt und den Universitäten Erfurt und Jena

    Abbildung: © Fachhochschule Erfurt

J. A. Topf & Söhne – Ein Erfurter Familienunternehmen und der Holocaust

Es gab „nicht Teufel und Menschen in Auschwitz, sondern Menschen und Menschen“, so Józef Szajna, ehemaliger polnischer Auschwitz- und Buchenwaldhäftling. Menschen, die das Lager wollten, errichteten und in Betrieb hielten, und Menschen, am Ende weit über eine Million, die dort umgebracht wurden.

In den Krematorien für den Völkermord an den europäischen Juden und Sinti und Roma errichteten Ingenieure von J. A. Topf & Söhne die Verbrennungsöfen und die Lüftungstechnik für die Gaskammern. An keinem anderen zivilen Ort waren die mit der Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen mehr präsent als in diesem Erfurter Unternehmen: als Auftrag, als Arbeit, als technologische Herausforderung.

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Am 27. Januar 2011 wurde der Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz auf dem ehemaligen Firmengelände eröffnet. Damit bekennt sich die Landeshauptstadt Erfurt zu ihrer Verantwortung gegenüber der Geschichte und sichert einen historischen Lernort und dessen unersetzbares Potential zur Reflexion ethischer Fragen des Arbeitens und Wirtschaftens für die Zukunft.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr

Sonderausstellungen

Miriams Tagebuch. Die Geschichte der Erfurter Familie Feiner

Ausstellung: 04.05.2023 10:00 – 12.01.2025 18:00

Das Tagebuch der Erfurter Schülerin Marion Feiner, die sich nach ihrer Auswanderung Miriam nannte, ist ein außergewöhnliches Zeugnis der Shoah und des Aufbruchs in …

Veranstaltungen

Veranstaltungen im Zeitraum der nächsten 30 Tage

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Aktuelle Meldungen, Pressemitteilungen, Tagebucheinträge

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Erfurts erster Stolperstein ist verlegt

Pressemitteilung: 31.05.2024 16:52

Keine fünf Minuten brauchte Gunter Demnig vom ersten Handgriff bis zum letzten Besenstrich. Was für den Erfinder der Stolpersteine „Tagesgeschäft“ ist, …

Eine Nacht, tausend Geschichten

Pressemitteilung: 16.05.2024 13:52

Am 24. Mai 2024 erwacht Erfurt zu einer ganz besonderen Langen Nacht der Museen. Unter dem Motto „Eine Nacht, tausend Geschichten“ öffnen 25 Museen und Galerien der …

Medien

Programmheft Für ein weltoffenes Thüringen

Broschüre: 19.04.2024 10:00

Das Programmheft enthält alle Ausstellungen, Veranstaltungen, Führungen und Seminare des Erinnerungsortes Topf & Söhne von Mai bis Juli 2024.“