Rassismen und Antisemitismen als Herausforderung der Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus

06.11.2018 19:00 – 06.11.2018 21:00

Prof. Monique Eckmann spricht über Herausforderungen für die Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus und Möglichkeiten der Verständigung in einer Einwanderungsgesellschaft.

Mehrere Menschen in einer Veranstaltung. Ein Junge meldet sich.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt/ B. Hajdukovic
06.11.2018 21:00

Rassismen und Antisemitismen als Herausforderung der Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
Veranstaltungsort Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt

Vortrag von Prof. Monique Eckmann, emeritierte Professorin an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Westschweiz in Genf

Prof. Monique Eckmann geht in ihrem Vortrag von Rassismen und Antisemitismen als gelebte Erfahrungen in einem von Dominanzkultur geprägten Raum aus. Menschen und Gruppen, die hier in sozialen Beziehungen agieren, erleben diese Dominanzkultur entweder als Privileg oder als Benachteiligung. In einem Raum des Kampfes um materielle und symbolische Güter, um Rechte und Anerkennung stellt das Heranziehen antisemitischer und rassistischer Erklärungsmuster eine permanente Versuchung dar.

Die Herausforderung für Bildungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft besteht nun darin, die gemeinsame, aber aus unterschiedlichen Perspektiven erlebte Erfahrung von Rassismus und Antisemitismus herauszuarbeiten und zu berücksichtigen, um sie zu einer geteilten Erfahrung zu machen, das heißt eine Verständigung über die unterschiedlichen Erfahrungen zu ermöglichen.

Monique Eckmanns Arbeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Bildungs- und Interventionsansätzen gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Außerdem befasst sie sich mit Identität und Erinnerung, Intergruppen-Beziehungen sowie Menschenrechtsbildung und Friedenserziehung. Von 2004 bis 2018 war sie Mitglied der Schweizer Delegation bei der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance, ehemals ITF).

Modellprojekt Flucht, Migration und Integration des Erinnerungsortes Topf & Söhne, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine Veranstaltung im Rahmen der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur

Weiterbildung mit Prof. Monique Eckmann und Gottfried Kößler

Vor der öffentlichen Abendveranstaltung findet von 14 bis 16:30 Uhr eine Weiterbildung mit Prof. Monique Eckmann und Gottfried Kößler, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, für Guides und Teamende am Erinnerungsort Topf & Söhne statt. Sie ist nach Voranmeldung offen für Interessierte.

Anmeldung bitte an: