Tagesprojekt: Lüge und Wahrheit – Wie mit der Erinnerung an Paul Schäfer heute umgehen?

Dauer: 6 Stunden, Tagesprojekt zur Sonderausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer"

Gedenktafel an einer Hauswand
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Informationen

Die Ausstellung "Die zwei Tode des Paul Schäfer" dekonstruiert mit historischen Beweisen eine Legende, mit der Generationen von Erfurterinnen und Erfurtern in der DDR aufwuchsen: Paul Schäfer sei als Spanienkämpfer gefallen. Nach einem gemeinsamen Rundgang steht die Spurensuche in den Dokumenten – darunter bisher nicht zugängliche Quellen aus Moskauer Archiven – im Zentrum. Dabei geht es vor allem um die Fragen, welche Bedeutung die Legende von Paul Schäfer als Opfer des Faschismus in der DDR hatte, wie sie entstand, wer Interesse an ihrer Aufrechterhaltung hatte und wer vom wahren Tod Paul Schäfers in Moskau wusste. Die Antworten auf diese Fragen sind mit dem Themenkomplex Antifaschismus in der DDR verbunden, der noch heute nachwirkt. Seit 1946 ist eine Straße im Erfurter Norden nach Paul Schäfer benannt; seit den 1950er Jahren steht am ehemaligen Wohnhaus, dass er im Kampf gegen den Faschismus sein Leben gegeben habe.

Paul Schäfer wurde verfolgt und vertrieben von den Nationalsozialisten, ermordet wurde er in der stalinistischen Sowjetunion. Am Ende des Projekttages entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Vorschläge, wie mit der Erinnerung an Paul Schäfer heute angesichts der neuen Erkenntnisse über seinen Tod umgegangen werden sollte.

Anmeldung von Gruppen

Um die angebotenen Programme auf den Kenntnisstand der Teilnehmer/-innen, das Alter und die Gruppengröße abzustimmen, möchten wir Sie bitten, die detaillierte inhaltliche Programmgestaltung telefonisch mit unseren Mitarbeiterinnen abzusprechen.