Bunt wie die Nacht – Lange Nacht der Museen im Erinnerungsort Topf & Söhne

29.05.2026 17:30 – 29.05.2026 22:00

Unter diesem Motto senden die Erfurter Museen zur Langen Nacht am 29. Mai eine fröhliche Botschaft der Vielfalt und Demokratie in die Stadt: Sie laden in die Erfurter Museen und Galerien zu einer Nacht ein, die so bunt ist wie das Leben. Kunstwerke, Exponate und Geschichten entführen in eine unbekannte Welt, inspirieren zum Entdecken und ermutigen: Kunst und Kultur stehen für Freiheit und eigenes Denken und die Einzigartigkeit im Verschiedenen, die uns Menschen ausmacht.

Erinnerungsort Topf & Söhne von außen seitlich mit Vorplatz
Foto: © Boris Hajduković
29.05.2026 22:00

Bunt wie die Nacht – Lange Nacht der Museen im Erinnerungsort Topf & Söhne

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
Veranstaltungsort Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt

Programm im Erinnerungsort Topf & Söhne

Hinsehen, widersprechen, ermutigen!
Nie war es wichtiger als heute, auf die Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtung zu hören. Aus der Geschichte lernen, heißt NEIN zu Antisemitismus, Rassismus und Menschenverachtung und JA zur Verteidigung der Demokratie und der Menschenrechte!

17:30 Uhr
Eröffnung der Langen Nacht der Museen im Erinnerungsort Topf & Söhne

mit Erfurt singt! – KneipenChor e.V. und seinem Repertoire für ein demokratisches, humorvolles und fröhliches Miteinander. Der Chor verbindet die Kraft des gemeinschaftlichen Singens mit einer Haltung für die Werte der Menschlichkeit und lädt alle ein, mitzusingen.

18 – 18:40 Uhr
Führung durch die erneuerte Dauerausstellung Techniker der 
Endlösung". Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz

18:45 – 19:40 Uhr
Hört, was uns bewegt! – Menschen mit und ohne Behinderung präsentieren die inklusive Audiospur zur Ausstellung Wohin bringt ihr uns? »Euthanasie«-Verbrechen im Nationalsozialismus

19:45 – 20:15 Uhr
Das Akkordeon als Überlebensmittel in Auschwitz – Esther Bejarano in der Installation Stimmen der Überlebenden
Die Jüdin Esther Loewy war 18 Jahre alt, als sie alleine nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Dort erkrankte sie an Typhus. Sie überlebte das Vernichtungslager nur, weil eine Akkordeonspielerin für das sogenannte Mädchenorchester gesucht wurde. Die musikalische junge Frau, die Klavier, aber nicht Akkordeon spielen konnte, brachte sich das Spielen in kürzester Zeit selbst bei: „Ich war damals schon sehr schwach und habe mir gedacht, ich muss unbedingt in dieses Orchester rein, sonst ist das mein Tod", berichtete sie später. Die Geschichte der 2021 im Alter von 96 Jahren verstorbenen Esther Bejarano geb. Loewy wird, von einer Akkordeonspielerin begleitet, an diesem Abend in der Installation Stimmen der Überlebenden vorgestellt.

20:45 – 21:40 Uhr
Führung in der Sonderausstellung Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung

18, 20 und 21 Uhr
Stets gern für Sie beschäftigt, …“ Dokumentarfilm über J. A. Topf & Söhne

19 – 22 Uhr
Die 1938 zerstörte Große Synagoge Erfurt in Virtual Reality erleben

 

Außerdem: Infopoint Förderkreis, Gespräche und Getränke

Lange-Nacht-Ticket erforderlich