Führung durch die Sonderausstellung (45 Min.)

Führung durch die Sonderausstellung „Die zwei Tode des Paul Schäfer"

Schwarz-weiß Fotografie eines Soldaten mit Kind und Frau
Foto: Paul Schäfer mit seiner Ehefrau Hulda und dem ersten Sohn Hubert, 1915/16 Foto: © privat

Informationen

Die Lebensgeschichte und der frühe Tod des Erfurter Schuharbeiters und Kommunisten Paul Schäfer stehen für große Themen des 20. Jahrhunderts: revolutionäre Utopien an seinem Beginn, dann Repression unter zwei Diktaturen, des Nationalsozialismus und des Stalinismus, und zuletzt die falsche Legende als Spanienkämpfer in der DDR, die am Ende des Jahrhunderts auch an dem Widerspruch zwischen Ideologie und Realität zugrunde ging.

Die Führung verfolgt den wechselvollen Lebensweg Paul Schäfers mit den ersten Jahrzehnten in Erfurt, den Frankfurter Jahren, der Flucht über Paris nach Moskau bis zum bitteren Ende im stalinistischen Terror. In einer gemeinsamen Spurensuche in den zahlreichen historischen Dokumenten – darunter bisher nicht zugängliche Quellen aus Moskauer Archiven – wird die Entwicklung von Paul Schäfer zum kommunistischen Politiker sichtbar, seine Flucht vor der Gestapo und seine Rettung in die Sowjetunion. Diskutiert wird, welche Bedeutung die Legende von Paul Schäfer als Opfer des Faschismus in der DDR hatte, wie sie entstand, wer Interesse an ihrer Aufrechterhaltung hatte und wer vom wahren Tod Paul Schäfers in Moskau wusste.

Anmeldung von Gruppen

Die Gruppe kann aus maximal 27 Personen bestehen. Sie sollte mindestens sieben Personen umfassen. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Führungen in Fremdsprachen können begrenzt vermittelt werden.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um einen Termin zu vereinbaren.