„Einmal werden wir nicht mehr da sein und dort bei diesen Erinnerungsorten wird man die Wahrheit erfahren können.“

17.04.2023 17:00 – 17.04.2023 18:00

ENTFÄLLT WEGEN KRANKHEIT! Dies formulierte Éva Fahidi-Pusztai als Auftrag an den Erinnerungsort Topf & Söhne zu seinem 10-jährigen Bestehen. Die heute 97-jährige Shoah-Überlebende berührte in vielen Begegnungen die Besucher/-innen des Erinnerungsortes mit ihrem Zeugnis. Inspiriert von ihrer Persönlichkeit, widmete ihr der Erinnerungsort zwei eindrucksvolle Sonderausstellungen. Sie „wurde in Auschwitz ihrer Familie beraubt und fand nach Jahren des Schweigens eine generationenverbindende Sprache der Erinnerung voll inspirierender Kraft und mit einer berührenden Botschaft der Menschlichkeit“, hieß es 2014 bei ihrer Ehrung mit dem Jochen-Bock-Preis.

Ältere Frau mit farbigem Kleid vor einem Bücherregal
Éva Fahidi-Pusztai mit ihren Büchern in ihrer Budapester Wohnung Foto: © Norman Hera
17.04.2023 18:00

Gespräch mit Éva Fahidi-Pusztai, Buchenwald- und Auschwitz-Überlebende

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
Veranstaltungsort Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt

Moderation: PD Dr. Annegret Schüle, Oberkuratorin Erinnerungsort Topf & Söhne

2018 gab der Erinnerungsort seiner inzwischen über 4.000 Medien umfassenden Fachbibliothek den Namen Éva Fahidi-Pusztai-Bibliothek. Éva Fahidi-Pusztai zeigt großes Interesse an der wissenschaftlichen Aufklärung über die Shoah. Davon zeugt auch ihre umfängliche Privatbibliothek in ihrer Wohnung in Budapest. Aus dieser Bibliothek hat sie dem Erinnerungsort Anfang des Jahres Bücher zur Unterstützung der Bildungsarbeit übergeben. Mit der Schenkung findet ein wichtiger Bereich aus ihrem Leben eine neue Heimat in Erfurt. Bei der Veranstaltung wird Oberkuratorin PD Dr. Annegret Schüle mit Éva Fahidi-Pusztai und ihrem Lebensgefährten Andor Andrási ein Gespräch führen, das um die Themen Aufklärung über die Shoah, zukünftige Erinnerungskultur, Bildungsarbeit und Bücher kreisen wird. Im Anschluss stehen Bibliothek und Mediathek mit den Video-Interviews mit den Überlebenden, darunter mit Éva Fahidi-Pusztai, den Besucher/-innen offen.

2022 erschien das Buch „Die Seele der Dinge: Erinnerungen einer Überlebenden“ von Éva Fahidi-Pusztai in einer Neuauflage.

Anmeldung für die Veranstaltung wird erbeten an

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