Podcast: „Landschaft mit Campanile“ – ein fotografischer Beitrag zur Erinnerungskultur

17.01.2020 10:00

Interview mit dem Fotokünstler Aribert Janus Spiegler zu seiner Ausstellung „Landschaft mit Campanile“

Zwei Männer, in schwarz gekleidet spielen Streichinstrumente. Im Hintergrund der Erfurter Bahnhof.
Foto: Gedenken an den Transport jüdischer Mitmenschen in die Vernichtung vor 75 Jahren, Erfurt, 19. September 2017 Foto: © Aribert Janus Spiegler

Am 19. September 1942 wurden auf den Gleisanlagen der Reichsbahn 364 Thüringer Juden, unter ihnen auch 41 Erfurterinnen und Erfurter nach Theresienstadt deportiert. Die meisten von ihnen wurden nur wenig später schon in den Gaskammern der deutschen Vernichtungs-Fabriken wie Vieh und Ungeziefer entsorgt und somit Opfer einer menschenverachtenden Diktatur, für die der Campanile am Ettersberg mahnend steht.

Am 19. September 2017 erinnerten die Musiker Reinhard Schwalbe und Friedemann Seifert-Henkel auf dem Dach vom IntercityHotel Erfurt mit Blick auf die nach Osten führenden Gleisanlagen an die Ereignisse vor genau 75 Jahren.

In den zwei folgenden Podcasts spricht der Fotokünstler Aribert Janus Spiegler über seine Ausstellung. In seinen Bildern konfrontiert er die Kulturlandschaften von Weimar und Erfurt mit dem Glockenturm der Mahn- und Gedenkstätte für das KZ Buchenwald und macht dadurch Größe und Elend deutscher Geschichte sichtbar.

Audio: „Landschaft mit Campanile“ – ein fotografischer Beitrag zur Erinnerungskultur | 1 © Aribert Janus Spiegler
Audio: „Landschaft mit Campanile“ – ein fotografischer Beitrag zur Erinnerungskultur | 2 © Aribert Janus Spiegler