Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute"

08.09.2019 15:30 – 08.09.2019 16:15

Die Führung erläutert antisemitische und rassistische Klebezettel, Sammelmarken und -bilder in ihren zeitlichen Kontexten. So werden Tradierungen, Kontinuitäten und neue Motive in der Bildsprache der Alltagsgeschichte von Judenfeindschaft und Rassismus sichtbar.

Eine Tafel und Ausstellungsvitrinen
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
08.09.2019 16:15

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute"

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
Veranstaltungsort Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt

Jeder kennt sie und überall kleben sie: Aufkleber sind seit dem späten 19. Jahrhundert im öffentlichen und privaten Raum weit verbreitet. Genutzt wurde das kostengünstige Medium schon früh, um Feindbilder zu propagieren. Als Ausdruck sozialer Praxis zeigen sie im Kleinformat die Beständigkeit des Antisemitismus und kolonialer Traditionen, verschiedener Facetten von Rassismus sowie das Wiedererstarken völkischen Denkens. Gleichzeitig veranschaulichen sie, wie sich seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Gruppen und Einzelpersonen gegen diese Hetze, Hassparolen und -bilder kreativ zur Wehr setzten.

Zwei Frauen stehen vor Ausstellungstafeln. Eine der Frauen zeigt auf einen Sticker auf der Tafel.
Foto: Bei einer Führung durch die Sonderausstellung "Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute" Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Führung erläutert solche Klebezettel, Sammelmarken und -bilder in ihren zeitlichen Kontexten. In einer gemeinsamen Spurensuche wird die Alltagsgeschichte von Judenfeindschaft und Rassismus in der Zeit des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Bundesrepublik bis heute sichtbar.

Die Ausstellung lässt die Besucherinnen und Besucher die alltäglichen Bilder, Parolen und Symbole neu oder wieder entdecken und inspiriert dazu, sich mit ihren Botschaften, den tradierten und neuen Formen des Antisemitismus und anderen menschenfeindlichen Haltungen auseinanderzusetzen.