Wortmeldung von Ingrid Schlemmer zu "10 Jahre Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz"

28.01.2021 10:00

"Es ist die Überzeugung, dass dieser Ort, 'etwas mit uns macht', wenn wir uns auf ihn einlassen: Da, wo ich lebe, mich für ein gutes Miteinander einzusetzen."

10 Jahre Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz

Eine ältere Frau steht zwischen zwei Männern auf einem Bahnsteig. Alle lächeln.
Foto: Ingrid Schlemmer mit ihrem Ehemann Johannes Schlemmer (links) und Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka nach einer Veranstaltung im Erinnerungsort, 2011 Foto: © Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne e. V.

Jedes Mal, wenn ich am Wegweiser "Erinnerungsort Topf & Söhne" vorbeifahre, schlägt noch nach 10 Jahren mein Herz etwas höher.

Es ist schon etwas Stolz und große Dankbarkeit, dass es diesen für Erfurt nötigen Ort nach dem fast 10-jährigen Bemühen gibt und, dass er sich in den 10 Jahren seines Bestehens bewährt hat – dass ich dabei war und viele tolle Menschen dabei kennen lernte.

Es ist aber auch eine große Demut, wenn ich an die Überlebenden des Grauens denke, die den Weg zu diesem Ort und zu uns fanden und gehen konnten.

Und es ist die Überzeugung, dass dieser Ort, "etwas mit uns macht", wenn wir uns auf ihn einlassen: Da, wo ich lebe, mich für ein gutes Miteinander einzusetzen.

Ingrid Schlemmer
Gründungsmitglied des Förderkreises Erinnerungsort Topf & Söhne e. V.