Geschichtsbewusstsein im Einwanderungsdeutschland: Vortrag und Gespräch im Erinnerungsort Topf & Söhne

21.02.2017 15:06

Wie die Geschichte des Nationalsozialismus in einem durch Einwanderung veränderten Deutschland vermitteln? Über diese spannende Frage referiert am Freitag, dem 24. Februar, 20 Uhr im Erinnerungsort Topf & Söhne, Dr. Elke Gryglewski, stellvertretende Direktorin der Berliner Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Gryglewski ist Autorin des Buches "Anerkennung und Erinnerung. Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Berliner Jugendlicher zum Holocaust", das sie auf Basis ihrer langjährigen eigenen Bildungsarbeit veröffentlichte. So untersuchte sie zum Beispiel, was die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus  bei jenen auslöst, die in der deutschen Gesellschaft als "die Anderen" selbst Diskriminierung erfahren.

In der anschließenden Podiumsdiskussion über die Zukunft der Erinnerung an den Nationalsozialismus geht es um folgende Fragen:  Wie nehmen Menschen, die heute nach Deutschland kommen, als Kinder mit ihren Eltern kamen oder die hier geboren wurden, die deutsche Vergangenheit wahr? Wie kann dies auch ihre Geschichte werden und welche Aufgabe hat hier die Gedenkstättenarbeit? Wie kann sie zur interkulturellen Verständigung und zur Integration beitragen? Am Podium mit Elke Gryglewski nehmen Tamer Düzyol, Politologe und Kurator von "Willkommen in Kanakistan" sowie die Gedenkstättenpädagogin Rebekka Schubert und Laura Wahl, Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen, teil.  Moderiert wird die Veranstaltung von Privatdozentin Dr. Annegret Schüle, Kuratorin des Erinnerungsortes. Sie findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen statt. Der Eintritt ist frei.