Einladung zu Konzert und Zeitzeugengespräch mit Esther Bejarano, Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

07.05.2012 10:00

Jiddische Lieder und Hip-Hop? Passt nicht zusammen? Oder etwa doch?

Per la vita Hip-Hop-Konzert gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus mit Esther Bejarano und der Microphone Mafia

Die Musikerin Esther Bejarano, Tochter eines jüdischen Kantors, war Mitglied im "Mädchenorchester" in Auschwitz. Heute nutzt sie musikalische Formen, um an den Holocaust zu erinnern und gegen Antisemitismus und Rassismus vorzugehen. 

Das außergewöhnliche Konzert Per la vita gestaltet sie zusammen mit ihrem Sohn Yoram Bejarano und Kutlu Yurtseven, einem Hip-Hop-Künstler türkischer Herkunft. Er ist in einem Kölner Arbeiterviertel aufgewachsen und wurde von klein auf mit Rassismus konfrontiert. 

Lieder in jiddischer Sprache, die in den nationalsozialistischen Ghettos und KZs entstanden sind, werden ebenso dargeboten wie gerappte Musikstücke, die Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit heute zum Thema haben. 

„Bei dem Projekt prallen Welten aufeinander. Und dieser Aufprall soll die Menschen wachrütteln“, kommentiert Kutlu Yurtseven das Projekt. 

Das Konzert findet am 7. Mai 2012 um 19.30 Uhr bei Radio F.R.E.I. in der Gotthardstr. 21 statt.

Der Eintritt beträgt 8,00  Euro, ermäßigt 3,00 Euro. 

08. Mai 2012          

Zeitzeugengespräch mit Esther Bejarano         

Die Begegnung mit Esther Bejarano, ihrem Sohn Yoram und Kutlu Yurtseven, mit ihrer gelebten Botschaft für ein tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander aller Kulturen, ermöglicht besonders Jugendlichen einen interessanten und ungewöhnlichen Zugang zu den Themen Holocaust, Engagement für Menschenrechte und Zivilcourage. 

Im Zeitzeugengespräch haben die Schüler/innen die Möglichkeit, Frau Bejarano und ihre Begleiter nach ihrem Leben, ihren Erfahrungen und ihren Beweggründen für das Projekt zu befragen. 

Das Zeitzeugengespräch findet am 8. Mai um 10.00 Uhr im Erinnerungsort Topf & Söhne (Saal, 2. OG) statt.

Konzert und Zeitzeugengespräch sind ein Gemeinschaftsprojekt mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.