Material für die Bildungsarbeit am Erinnerungsort veröffentlicht

04.10.2011 10:00

In seinen Bildungsangeboten richtet das Team des Erinnerungsortes besondere Aufmerksamkeit darauf, dass Jugendliche selbst aktiv werden und sich eigenständig mit den Dokumenten und Zeugnissen der Geschichte auseinandersetzen und über eigene Verantwortung reflektieren können.

Eigene Urteilsfindung von Schülern

Seit Beginn dieses Jahres besuchten ca. 90 Schulklassen den Erinnerungsort, davon haben 15 Gruppen über den geführten Ausstellungsbesuch hinaus, sich einen Vormittag oder einen ganzen Tag lang mit der Ausstellung "Techniker der 'Endlösung'" auseinandergesetzt.

Die Lehrkräfte sehen die Potenziale des neuen außerschulischen Lernortes darin, dass die Schüler/innen über die persönliche und aktive Auseinandersetzung mit der Mittäterschaft der Firma Topf & Söhne am Holocaust zur Urteilsfindung basierend auf eigenen Wertmaßstäben ermutigt werden.

Mit der am 4.10.2011 veröffentlichten Materialsammlung sind die Erfahrungen der letzten acht Monate seit der Eröffnung erstmals zusammengefasst.  Der Mitherausgeber, das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), stellte allen weiterführenden Thüringer Schulen einen Satz als Ansichtsexemplar zur Verfügung. Die Lehrkräfte haben damit Informationen zu den Angebotsformaten und Anregungen für die Vor- und Nachbereitung einer Exkursion erhalten. Für die Schüler/innen steht Material bereit, mit dem sie sich auf Spurensuche in die Ausstellung vor Ort begeben können. Die Angebotsformate,  die vom zweistündigen geführten Ausstellungsbesuch bis zum Mehrtagesprojekt reichen, fördern Methoden-, Sach-, Reflexions- und Sozialkompetenz und sind gut als fächerübergreifende Projekte der  Unterrichtsfächer Geschichte, Sozialkunde, Deutsch, Ethik, Religion sowie Wirtschaft und Recht zu gestalten.  

Nähere Informationen zur Bildungsarbeit am Erinnerungsort und die digitale Version der Materialien stehen unter der Rubrik Lernort bereit.