Sammlung

Farbfoto von vier runden verschiedenfarbigen briefmarkenähnlichen Marken mit Topf-Logo
Foto: Siegelmarken der Firma J. A. Topf & Söhne Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Sammlung zur Firmengeschichte von J. A. Topf & Söhne

Die Dokumente in der Dauerausstellung belegen, dass das Unternehmen wissentlich und in eigener Initiative Öfen für Konzentrationslager produzierte und sogar so weit ging, das industrielle Töten in Auschwitz mit Lüftungstechnik für die Gaskammer zu optimieren. Es waren nicht mehr als einige Dutzend Ingenieure, Zeichner, Fabrikarbeiter, Reisemonteure und Verwaltungsangestellte, die die Geschäfte mit der SS umsetzten. Doch auch sie waren Teil eines großen Ganzen, in der die Firmenleitung einerseits jede Chance ergriff, um ihre Produkte wie etwa Heeresspeicher an den nationalsozialistischen Staat zu verkaufen, und andererseits lieber zu forsche Mitglieder der NSDAP an die Front schickte als ehemalige KZ-Häftlinge, die im Betrieb eine kommunistische Widerstandsgruppe bildeten.

Viele Spuren, die diese Firma mit über tausend Beschäftigten (1939) hinterlassen hat, sind noch nicht entdeckt. Im Erinnerungsort als historisch-politischem Lernort wächst langsam eine Sammlung mit Objekten, Dokumenten und Zeitzeugenberichten, die aus Privatbesitz übergeben werden. Manchmal haben diese Dinge auch eine zweite Geschichte. Zum Beispiel hing ein Emaille-Firmenschild mit dem Topf-Logo lange als Schmuck in einer Küche, bis die Besitzerin erfuhr, dass die Firma Öfen für Konzentrationslager gebaut hat. Über Umwege hat sie das Schild an den Erinnerungsort übergeben.

Sammeln verbindet!

Farbfoto einer goldfarbenen Anstecknadel mit Topf-Logo
Foto: Kleines Topf-Ehrenzeichen Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Spenden Sie Objekte zur Firmengeschichte von J. A. Topf & Söhne.

Alle Spuren, die in die Geschichte der Erfurter Firma und ihre Verbindungen zur Stadtgeschichte führen, sind von Bedeutung. Interesse besteht am kommunistischen Widerstand genauso wie an Firmenpartnern oder einzelnen Belegschaftsangehörigen oder am Umgang mit der Firmengeschichte in der DDR. Die Objekte werden im Erinnerungsort dokumentiert, erforscht und in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wir bitten Sie, uns soweit wie möglich Informationen zu den Objekten zu geben. Uns interessiert insbesondere:

  • Bezeichnung und kurze Beschreibung des Objektes
  • Was wissen Sie noch über das Objekt?
  • Hersteller
  • Datierung (Jahr oder ungefährer Zeitraum)
  • Gebrauch / Nutzen
  • Mit welchen Orten steht das Objekt in Verbindung?
  • Seit wann haben Sie das Objekt und wie kam es in Ihren Besitz?
  • Gibt es zu dem Objekt eine Geschichte?
  • Übergeben Sie das Objekt dem Erinnerungsort als Leihgabe oder Schenkung? In beiden Fällen werden wir mit Ihnen wenn gewünscht eine schriftliche Vereinbarung treffen.

Der Erinnerungsort im ehemaligen Verwaltungsgebäude belegt in seiner Dauerausstellung, dass das Unternehmen wissentlich und in eigener Initiative Öfen für Konzentrationslager produzierte und sogar so weit ging, das industrielle Töten in Auschwitz mit Lüftungstechnik für die Gaskammer zu optimieren. Es waren nicht mehr als einige Dutzend Ingenieure, Zeichner, Fabrikarbeiter, Reisemonteure und Verwaltungsangestellte, die die Geschäfte mit der SS umsetzten. Doch auch sie waren Teil eines großen Ganzen, in der die Firmenleitung einerseits jede Chance ergriff, um ihre Produkte wie etwa Heeresspeicher an den nationalsozialistischen Staat zu verkaufen, und andererseits lieber zu forsche Mitglieder der NSDAP an die Front schickte, als ehemalige KZ-Häftlinge, die im Betrieb eine kommunistische Widerstandsgruppe bildeten. Viele Spuren, die diese Firma mit über tausend Beschäftigten im Jahr 1939 in Erfurter Familien hinterlassen hat, sind noch nicht entdeckt.

Gerade weil dem Erinnerungsort eine kontroverse Debatte vorausging, ob es die Auseinandersetzung mit diesem Teil der Stadtgeschichte überhaupt braucht, hat das Motto „Sammeln verbindet“ für uns eine besondere Bedeutung. Unter diesem Motto präsentieren weltweit Museen ihre Sammlungen – als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, als Ort der Begegnung und als Verbindung von Generationen und Kulturen. Auch im Erinnerungsort als historisch-politischem Lernort wächst langsam eine Sammlung mit Objekten, Dokumenten und Zeitzeugen-berichten, die aus Privatbesitz übergeben werden.

Spenden Sie uns Objekte aus der Geschichte des Unternehmens, auch und gerade wenn sie von einem ganz normalen Firmenalltag erzählen. Besonderes Interesse gilt zeitgenössischen Fotos und Gegenständen aus dem Betrieb oder aus persönlichem Besitz.