Mehrtagesprojekt: Deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart in Erfurt

Dauer: 2 Tage, in Kooperation mit der Alten Synagoge Erfurt

Die Alte Synagoge von der Waagegasse aus gesehen. Im Vordergrund des Fotos der steinerne Torbogen, der auf das Nachbargrundstück führt, von der Synagoge sieht man die Nord- und die Westfassade.
Foto: Alte Synagoge Erfurt Foto: © Albrecht von Kirchbach

Informationen

Spurensuche an historischen Orten und originalen Objekten

Im Zentrum des Programms steht die Spurensuche an historischen Orten und originalen Objekten, die Zeugnis ablegen von der wechselvollen Geschichte der Juden in Erfurt. Durch den Blick auf die jüdische Geschichte einer Stadt wird eine Reduktion von Juden als Opfer des Nationalsozialismus vermieden.

In der Alten Synagoge lernen die Besucher/-innen die Anfänge jüdischen Lebens in Erfurt kennen und erfahren vom nachbarschaftlichen Miteinander, das über Jahrzehnte Juden und Christen in Erfurt vereint zu haben scheint. Durch das Pogrom von 1349 wird jedoch der Antijudaismus des Mittelalters sowie die Feindbild-Konstruktion der christlichen Mehrheitsgesellschaft erstmalig ins Bewusstsein gerufen.

Eine Stadtführung spannt den Bogen vom Aufblühen der zweiten jüdischen Gemeinde im 15. Jahrhundert bis zum beginnenden rassistischen Antisemitismus und dessen Auswirkungen auf die Erfurter Gesellschaft im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.

Im Erinnerungsort Topf & Söhne werden Antisemitismus und Vernichtung als Phänomen der Mehrheitsgesellschaft aus der Perspektive der Mitwisser, Dulder und Mittäter beleuchtet. Die kritische Auseinandersetzung mit den Entscheidungen und Handlungen der Leiter und Beschäftigten bei Topf & Söhne zeigt, wie die Ermöglichung der nationalsozialistischen Verbrechen in den Firmenalltag integriert war.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an alle an jüdischer Geschichte Interessierten und wird auf unterschiedliche Zielgruppen spezifisch zugeschnitten. Für Schüler/-innen und Studierende wird das Programm interaktiver und dialogischer aufgebaut, selbständige Arbeitsphasen wechseln sich mit angeleiteten ab.

Organisatorisches

Die empfohlene Dauer des Programms beträgt zwei Tage. Eine verkürzte Version von einem Tag ist möglich.

Bitte beachten Sie, dass für die Projekte mit Kooperationspartnern mitunter Kosten anfallen können (Eintritt, Honorare für die pädagogische Betreuung).

Veröffentlichungen

Anmeldung von Gruppen

Um die angebotenen Programme auf den Kenntnisstand der Teilnehmer/-innen, das Alter und die Gruppengröße abzustimmen, möchten wir Sie bitten, die detaillierte inhaltliche Programmgestaltung telefonisch mit unseren Mitarbeiterinnen abzusprechen.