Bildung und Forschung

Erinnerungsort Topf & Söhne – Ein innovativer Lernort

Der Erinnerungsort ist die einzige historische Stätte in Europa, an der an einem ehemaligen Firmensitz die Mittäterschaft der privaten Wirtschaft am Massenmord in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern gezeigt und belegt werden kann.

Die Geschichte des Unternehmens wirft Fragen nach der Mitwisser- und Mittäterschaft im Alltag des Nationalsozialismus auf: Von wem und wie wurden die NS-Verbrechen ermöglicht und umgesetzt?

Als historischer Lernort ist Topf & Söhne einzigartig und unersetzbar, weil er die unbequeme und so wichtige Frage nach der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen in seinem/ihrem gewöhnlichen beruflichen Alltag stellt.

Veröffentlichungen

in der oberen Bildhälfte Schriftzug Bildungsarbeit am Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz Handreichung für Lehrkräfte und Multiplikatoren/-innen, drei Logos, in der unteren Bildhälfte Foto von einem Gebäude
©  Stadtverwaltung Erfurt

Broschüre "Bildungsarbeit am Erinnerungsort Topf & Söhne"

01.03.2013 13:00

Handreichung für Lehrkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit Informationen zu den Grundsätzen der pädagogischen Arbeit, den verschiedenen Angebotsformaten sowie Vorschläge zur Vor- und Nachbereitung einer Exkursion

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Weiterführende Rubriken

Grundsätze der Bildungsarbeit

Der außerschulische Lernort steht für Jugendliche ab dem neunten Schuljahr offen.

Besonderes Anliegen sind Angebote für die in Gedenkstätten unterrepräsentierte Zielgruppe der Berufsschüler/-innen. Jugendliche in Berufsausbildung und -vorbereitung haben eigene Erfahrungen mit Unternehmenspraktiken und betrieblichen Abläufen, wie sie auch die Dokumente in der Ausstellung widerspiegeln.

Während des pädagogischen Prozesses gelten das dialogische Prinzip und das Verbot der Indoktrination.

Der Bildungsprozess wird offen und demokratisch gestaltet, den Teilnehmenden wird ein höchstmögliches Maß an freiwilliger und eigenständiger Arbeit ermöglicht.

Ziel ist die Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins, also die Anregung zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte und die Ermutigung zu eigener Urteilsfindung.

Die angeleitete Beschäftigung mit historischen Quellen und das forschende Lernen sind zentrale Arbeitsmethoden.

Die verschiedenen Bildungsangebote wahren die Balance zwischen inhalts- und prozessorientiertem Arbeiten, das die einzelnen Teilnehmenden und die Gruppendynamik im Blick behält. Die begleitende pädagogische Fachkraft versteht sich im Bildungsprozess als Vermittler/-in zwischen dem Inhalt und den Schüler/-innen.