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Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz

© Kastner Pichler Architekten

Blick in die Ausstellung

© Kastner Pichler Architekten

Blick in die Ausstellung

© Kastner Pichler Architekten

Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Modell des Firmengeländes

© Dirk Urban

Feierliche Gedenkstunde der Thüringer Landesregierung und des Thüringer Landtags für die Opfer des Nationalsozialismus im Erinnerungsort Topf &Söhne am 27. Januar 2011

© Dirk Urban

Eröffnung des Erinnerungsortes am 27. Januar 2011

© Dirk Urban

Erinnerungsort
Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz

Erfurt, Sorbenweg 7

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Geöffnet auch an den Feiertagen:
Christi Himmelfahrt (17.5.), Pfingstsonntag (27.5.) und 
Pfingstmontag (28.5)

Anmeldung von Führungen

Öffentliche Führungen:
Jeden letzten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr (Treffpunkt: Haupteingang)
Nächste Termine: 27.5., 24.6., 29.7.

Eintritt frei
Spenden sind willkommen.

 

Es gab „nicht Teufel und Menschen in Auschwitz, sondern Menschen und Menschen“, so Józef Szajna, ehemaliger polnischer Auschwitz- und Buchenwaldhäftling. Menschen, die das Lager wollten, errichteten und in Betrieb hielten, und Menschen, am Ende weit über eine Million, die dort umgebracht wurden.

In den Krematorien für den Völkermord an den europäischen Juden und Sinti und Roma errichteten Ingenieure von J. A. Topf & Söhne die Verbrennungsöfen und die Lüftungstechnik für die Gaskammern. An keinem anderen zivilen Ort waren die mit der Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen mehr präsent als in diesem Erfurter Unternehmen: als Auftrag, als Arbeit, als technologische Herausforderung.

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit.
Am 27. Januar 2011 wurde der Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz auf dem ehemaligen Firmengelände eröffnet. Damit bekennt sich die Landeshauptstadt Erfurt zu ihrer Verantwortung gegenüber der Geschichte und sichert einen historischen Lernort und dessen unersetzbares Potential zur Reflexion ethischer Fragen des Arbeitens und Wirtschaftens für die Zukunft.

Deportation nach Bełżyce 9./10.Mai 1942

Tage des Gedenkens an die Ermordung der Thüringer Juden 

Im Mai 1942, vor 70 Jahren, begannen in Thüringen die Deportationen der jüdischen Bürger. Wie überall im Deutschen Reich waren auch sie nach Kriegsbeginn 1939 gezwungen worden, ihre Wohnungen zu verlassen und getrennt von nichtjüdischen Nachbarn in "Judenhäusern" unter schlechten Bedingungen zu leben. Dort erreichte sie wenige Tage vor der Deportation die Ankündigung, sich am 9. Mai an Sammelplätzen in ihrer jeweiligen Stadt einfinden zu müssen. Mit dem Zug wurden sie nach Weimar gebracht, dort in einer Viehauktionshalle festgehalten und am 10. Mai zusammen mit Juden aus Sachsen in ein Ghetto im polnischen Bełżyce verschleppt. Fast alle der 513 Männer, Frauen und Kindern aus Thüringen wurden in Bełżyce, im KZ Majdanek oder in anderen Vernichtungslagern ermordet. Die Deportationen am 9./10. Mai 1942 markieren den Beginn der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung Thüringens.

Wir gedenken der Thüringer Bürger, die aus menschenfeindlichen und rassistischen Motiven ermordet wurden. 

Gedenken verlangt Denken.  Unser Netzwerk hat sich anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns der Deportationen in Thüringen gebildet. Wir laden ein zu Veranstaltungen des Gedenkens, der historischen Erinnerung und der Reflexion, wie eine Kultur der Menschenwürde und der Demokratie verteidigt und geschaffen werden kann. 

Veranstaltungen

09. Mai 2012
Aufruf zur Aktion des Gedenkens im Erfurter Hauptbahnhof
07. Mai 2012
Einladung zu Konzert und Zeitzeugengespräch mit Esther Bejarano, Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau
25. April 2012
Französische Buchenwald-Assoziation zu Gast
13. April 2012
"Wenn ich morgen nach Hause fahre, habe ich Fragen, Fragen, Fragen …"
25. März 2012
"Dass es diesen Ort gibt, ist für mich wie ein Wunder."
04. März 2012
Radioprojekt in Kooperation mit Radio F.R.E.I. zum Thema Arbeit und Verantwortung
27. Januar 2012
Lebendige Erinnerung - Tage des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
13. Januar 2012
Wirtschaft und Ethik - eine Zukunftsfrage
10. Januar 2012
Film und Gespräch über Fritz Bauer, einer der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts
14. Dezember 2011
Symposium: Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus